Am Markt werden Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzleien im Wesentlichen drei Beratungsvarianten angeboten. Bei Einzelberatungen kommt ein Berater in die Kanzlei, ggf. werden Unterlagen zur Verfügung gestellt, und er gibt Ratschläge für die Umsetzung. Das Ergebnis und Nutzen für die Kanzlei hängt dabei im starken Maße von den Erfahrungen und dem Know-how des Beraters ab.

Bei der zweiten Variante, der Wissensvermittlung durch Seminare und Workshops werden Kenntnisse zwar im Seminar vermittelt, doch bei der Umsetzung sind die Kanzleien auf sich alleine gestellt. Oftmals bedarf es zur Schließung von Wissenslücken und zur Beseitigung von Umsetzungsschwächen zusätzlicher Beratungstage vor Ort.

Beim Gruppencoaching werden in einem mehrmonatigen Workshop-Zyklus mit begleitendem Umsetzungs-Coaching Chefs und Mitarbeiter aus vier bis acht Kanzleien gemeinsam so trainiert, dass sie in der Lage sind, ihre individuelle Kanzleilösung zu erarbeiten. Diese spezielle Form der Wissens- und Know-how-Vermittlung basiert auf dem Gedanken, nicht nur das Know-how eines oder mehrerer Trainer einzusetzen sondern die Kenntnisse aller Teilnehmer einzubringen. Der Austausch von Erfahrungen zwischen den Teilnehmern ist fester Bestandteil des Trainingskonzepts. Das begleitende Transfer-Coaching zwischen den einzelnen Workshop-Einheiten ist auch ein wesentliches Merkmal.

Der hohe Umsetzungserfolg dieser Methodik beruht aber vor allem auf der Einbeziehung aller Mitarbeiter in diesen Prozess und einer integrierten Fortschrittskontrolle. Prof. Niedereichholz verortet deshalb die Umsetzungsquote bei mehr als 95 %, gegenüber den üblichen lediglich 5 bis 20 % bei herkömmlichen Seminaren und Consulting.